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Mich erreichte zur letzten, der 4 Frage, ein Kommentar von Wolfgang Hörnlein (Pressedienst Hörnlein), Journalist, bekannter Pressefotograf (u.a. aus dem Hessischen Landtag, ihr habt seine Ypsilanti-Bilder bestimmt schon gesehen) und regelmässiger Autor im Regioblog mit dem Thema südhessische Politik. Ich stelle den Kommentar hier ein, denn die Sichtweise von Wolfgang Hörnlein ist typisch für viele Journalisten – und das meine ich nicht abwertend, für noch nicht mal 5 cent. Die Verletzung des Urheberrechts (Cut&Paste, Mashup, Mixen, und Verfeinern) und die sinkenden Honorarsätze für freiberuflich tätige (Bild-) Journalisten sind für viele von Ihnen mittlerweile zu einem bitterernstem, existenzgefährdendem Thema geworden.
Lieber Herausgeber vom „Regioblog“
Als Journalist und Pressefotograf haben wir Ihr Interview mit BuzzRiders mit Interesse gelesen und sind einigermaßen geschockt über den unterschwelligen Tenor der Ausführungen betreffend Blog-Einsteiger:
„nur um ein popeliges Foto ins eigene Online Magazin übernehmen zu können. Ich mach jetzt Cut&Paste und fertig. Soll der Fotograf doch bitte mal die Creative Commons Lizenz für seine Bilder gelten lassen, dann klaue ich es ihm auch nicht.”
Sie z.B. bekommen von uns zurzeit Berichte und auch Fotos in kleiner Internet-Auflösung, die nicht zum Print geeignet sind. Wir weisen in den Fällen explizit darauf hin, dass ein Abdruck in Ihrem Blog [gemeint ist der Regioblog, PL] honorarfrei genehmigt ist. Somit sind Sie in diesen Fällen auf der sicheren Seite. So läuft es bei vielen Blogs nicht.
Wie mittlerweile dpa, ap, Reuters, Getty und viele andere werden wir auch in Kürze ein Programm einsetzen, das unerlaubte Abdrucke von unseren Fotos und Abdrucke unserer Pressetexte oder Teilen davon im Netz aufspürt. Und diese Fälle werden nach dem geltenden Urheberrecht streng verfolgt und geahndet. Sie nehmen nämlich stark zu.
Ein Journalist oder eine Presseagentur erwartet einfach auch von Bloggern oder Internet-Website-Betreibern, dass sie zumindest das Urheberrecht kennen und achten. Das geistige Eigentum anderer ist ein wertvolles Gut und die nicht genehmigte Nutzung ist Diebstahl. Das sollten auch Blogger als wichtige Erkenntnis beherzigen.
„Doch selbst wer sich auskennt und Nutzungsrechte respektieren möchte, muss irgendwann nachfragen.
Die oben genannten Quellen bieten für den Leser attraktive, kostengünstige Inhalte. Doch deren Nutzung ist, wenn es ganz blöd kommt, von Fall zu Fall rechtlich zu klären.“Attraktive, kostengünstige Inhalte sind schön, aber nicht dann, wenn die Inhalte geklaut sind. Das ist im Grunde Hehlerei. Da nutzt auch eine Quellenangabe nichts, denn auch die ist schön, aber brotlos für den Autor. Jeder Autor, ob im Text- oder Bildbereich, muss zurzeit sehr auf seine Urheberrechte achten, denn selbst renommierte Verlage versuchen momentan, die Rechte der Autoren zu unterlaufen (siehe Jahreszeiten-Verlag, Heinrich Bauer Verlag u.a. auf den websites vom djv, freelens und ver.di)
Es ist schön, dass Sie dieses Thema einmal aufgreifen.
Soweit der Kommentar von Wolfgang Hörnlein.
Ich möchte euch außerdem noch diesen Link bei meedia empfehlen: “Journalismus ist kein Geschäftsmodell mehr“.
Aber an dem “Handeln” der Pressedienste finde ich auch nichts verwerfliches!
Natürlich muss man Urheberrechte etc. beachten, aber das Printmedien… aktuell derart aufschreien und so tun als ob Ihnen alles geklaut wird (z.B. Hubert Burda – Google…) ist mir unverständlich. Wer nicht mit der Zeit geht muss mit der Zeit gehen – so einfach ist das und einige Printmedien haben den Sprung ins Web 2.0 auch ganz gut geschafft denke ich oder !? Andere haben in Ihrem Dornrösschenschlaf aber nix bemerkt und schreien jetzt laut auf, wahrscheinlich hilft auch hier nur ne Abwrackprämie ;-)
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