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ich bin ein Spinner

ich habe eine Vision, wozu Ex-Kanzler Schmidt mal gesagt hatte, dass diese Menschen zum Arzt gehen müssten, wenn sie Visionen haben. Ich scheiße auf den von mir verehrten Schmidt. Spinner haben Visionen. Ich bin einer und ich brauche dazu keinen Arzt, der das diagnostiziert!

Ich bin ein Spinner, weil ich alles dransetzen werde, Zeit, Kraft, Geduld, Gefühle, Nerven, Geld, Stress, graue Haare, damit Buzzriders das Lokale fühlbar und erlebbar macht. Im Netz! Egal wo auf dieser Welt. Damit sich die Menschen vor Ort besser informieren und austauschen aber auch kennenlernen können. Das was Google mit der Informationssuche für sich beansprucht, beanspruche ich mit Buzzriders fürs Lokale. Das Lokale macht uns aus, es bestimmt unser Leben. Nicht der Sack Reis 10.000 KM “um die Ecke” im globalen Webdorf.

Ich bin ein Spinner, dass ich daran glaube, dass Menschen bereit sind, aus welchen Motivationen auch immer, sich für dieses Ziel einzusetzen. Damit andere Menschen davon profitieren können. Auf menschlicher, sozialer, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene. Wir entfernen uns voneinander in modernen Gesellschaften vor Ort. Diesen Zustand kann Buzzriders überbrücken, damit der Mensch vor Ort Mensch zusammen mit anderen Menschen bleibt.

Ich bin ein Spinner, dass ich tatsächlich denke, ein Stück Buzzriders könne Menschen, die keinen an ihrer Seite haben, dazu verhelfen, Stützen zu finden, vor Ort, um die Ecke, in ihrer Straße. Nähe, menschliche Wärme vermittelnd und erzeugend.

Ich bin ein Spinner, der daran glaubt, dass die Mitwirkenden an Buzzriders trotz und wegen aller Unterschiedlichkeiten und ihrer Persönlichkeiten an dieses Ziel glauben. Sich zusammenraufen können, sich zusammenraufen werden.

Ich bin ein Spinner, der daran glaubt, dass Menschen Menschen informieren können und nicht Zeitungsverlage, Radiostationen und Fernsehstationen uns vordefinieren, was Realität ist und was berichtenswert zu sein hat. Wir können das, weil wir dazu in der Lage sind.

Ich bin ein Spinner, der glaubt, dass er trotz aller Widerstände, Probleme und Hürden dieses Ziel erreichen kann. Ich werde mich weder beugen noch biegen, bevor das nicht erreicht ist. Egal was es kostet!

Ich bin ein Spinner, der glaubt, dass ein Stück menschgemachter Software Kultur und Leben der Menschen bereichern kann. Wenn es dieses Stück Software nicht gibt, wird es eben geschaffen.

Ich bin ein Spinner, weil ich Fehler gemacht habe, Fehler machen werde, dennoch nicht aufgebe, an Fehler zu glauben, weil es uns zu dem macht, was wir sind: Menschen, nicht Maschinen. Buzzriders wird Fehler machen, Fehler én masse. Es stört mich nicht, sie gehören unvermeidlich dazu. Doch kein Fehler wird mich davon abbringen, zum Ziel zu robben.

Ich bin ein Spinner, weil ich daran glaube, dass ich gemeinsam mit anderen Wege finde, dieses Ziel zu erreichen. Der Geist des Menschen kennt keine Grenzen. Weil wir uns keine setzen lassen. Und wo welche sind, werden diese gemeinsam durchbrochen. Geht nicht? Gibts nicht. Macht man so nicht? Macht man doch! Wird niemand so nutzen? Und ob!

Ich bin ein Spinner, weil ich dazu stehe! Und wenn ich es mir so recht überlege, bin ich einer der kleinsten Spinnner. Vor mir und nach mir gab es und wird es andere geben, denen noch viel mehr Menschen spinnert gefolgt sind und folgen werden:) Man kann nie genug spinnen, um Pyramiden zu bauen, Monde zu betreten, Flugzeuge zu erfinden, an Demokratien zu glauben oder gar zu twittern:) Oder einfach nur an Werte und Menschen zu glauben. Was uns alleine schon zu Spinnern macht.

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Der Beitrag wurde am Sunday, den 4. October 2009 um 23:49 Uhr veröffentlicht und wurde unter Buzzriders abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

22 Reaktionen zu “ich bin ein Spinner”

  1. nightclaw says:

    und das ist gut so!

  2. Prof. Wurst says:

    Du sprichst mir aus der Seele! Danke sehr! :-)
    Beste Grüße,
    Prof. Wurst

  3. Robert Basic says:

    danke:) Einmal 1 Pfund Spinneraufschnitt für mich:)

  4. Prof. Wurst says:

    Ok kommt. Wenn ich wieder mal einen Spinneraufstrich hier habe, schick ich dir ein Pfund. :-)
    Beste Grüße,
    Prof. Wurst

  5. Frank Hamm says:

    …und weil Du so ein fehlermachender Spinner bist gibts das hier für umme :-)

    http://www.youtube.com/watch?v=gZTVX21jPtc

  6. stefanolix says:

    Bei allem Respekt vor Visionen: aber wenn Euer Projekt irgendwann mal jemanden außerhalb Eurer Kreise anziehen soll, dann beschreibt es bitte in einer verständlichen Sprache. Wenn ich mir die Webseiten heute anschaue, will ich — ehrlich gesagt — weder mitmachen noch lesen. Dabei bin ich eigentlich gerade auf der Suche nach Ideen für eine bessere Vernetzung der Blogs in meiner Stadt. Aber ich könnte niemanden guten Gewissens auf Eure Seiten verweisen.

  7. Robert Basic says:

    das kann ich mir gut vorstellen, dass man das kaum verstehen kann:)) Wir haben über einen recht langen Zeitraum meistens vor Ort weniger im Web heftigst drüber diskutiert, was wohl die Leute vor Ort am meisten interessiert und wie man das nun per Softwarelösung abdecken kann. Ich denke, das klärt sich bald auf, da wir die ersten Screens basteln, aus denen man ableiten kann, was es wird. Als Analogie: Versuch einfach mal sprachlich Flickr zu umschreiben und das von der ersten Idee bis hin zum ersten Bild. Nicht wirklich einfach, bis man Flickr nicht selbst sieht. Daraus leiten sich dann aber weitere Ideen ab, weils konkreter und anfassbarer ist. So hoffe ich.

  8. stefanolix says:

    An diesem Morgen passte alles. Nebel lag über den Elbhängen, die Sonne brach durch die Wolken, die Schwäne flogen auf — und meine Kamera fing das perfekte Bild davon ein.

    Mit dem Klick wurde mir klar: jeden Tag werden auf der Welt tausende solche Fotos gemacht. Und alle Fotografen wollen der Welt ihre Fotos zeigen. Sie wollen über Fotos reden, weil sie mit jedem Klick besser werden wollen.

    Mit dem Klick hatte ich eine Vision: jeder Fotograf sollte sein Foto auf ein zentrales Portal hochladen können — von der Kamera, vom Mac, vom Handy oder vom Blackberry aus. Jeder Fotograf würde seine Bilder vernetzen und alles würde auf meinem Portal zusammenlaufen.

    Mit dem Klick begann Flickr …

  9. Robert Basic says:

    das ist genau der Punkt, auf den Du hinaus möchtest: Definiere aus einer vagen Idee ein Konstrukt, das später so konkret ist, dass man es nutzen kann und sogar gerne möchte. Und zwar so, dass es jeder verstehen kann. Und am besten so, dass sich jeder von vornherein einbringen kann bei der Ausgestaltung. Problem: Das kann niemand in dem Ausmaß wie Du es Dir wünscht. Bei Buzzriders standen wir sogar vor der Idee selbst, diese auszuformulieren. Gemeinsam. Kannst Dir vielleicht ansatzweise ausmalen, wie hart das in der Praxis ist. Wenn es so einfach wäre, hättest Du schon längst Deinen Wunsch kommuniziert und gelöst, Blogs zu vernetzen. Womöglich ist die Lösung einfach. Wenn sie ein anderer umgesetzt hat und diese sich als gut erweist. Nur, es gibt keine bisher. Warum nicht? weil wir nicht in der Lage sind, einfach so weiche Problemstellung zu konkretisieren und zu lösen.

    Im Beispiel von Flickr führten zahlreiche Zufälle zu dem Bild des Produkts, was wir heute letzten Endes sehen. Aus einer Onlingamingplattform mit der merkwürdigen Idee, ingame Screenshots veröffentlichen zu können, wurde Stück für Stück das System Flickr.

    Aus einer Idee, dass jeder Webseiten editieren kann (wobei es konkret darum ging, dass man diskutieren kann, nicht fixe Artikel erstellen kann), entstand die Wikipedia.

    Aus der schwachsinnig anmutenden Idee, dass man per Formel irgendwie relevante Beziehungen zwischen Webseiten herstellen kann (die zunächst kein Mensch abkaufen wollte) wurde Google.

    Man kann in einer idealen Welt erwarten, dass wir Nebulöses konkret definieren können, jeder die Abstraktionsfähigkeiten besitzt, das auch zu verstehen, nur ist es nicht so.

  10. stefanolix says:

    Ich habe Dich schon verstanden und ich bin lange genug dabei, um die Beispiele zu kennen. Aber um Ideen verständlich zu formulieren, braucht man keine ideale Welt.

    Man kann als langjähriger Blogger oder Blogleser nach einigem Nachdenken herausfinden, was »buzzrider« einmal werden soll. Ich sehe die Situation überhaupt nicht als nebulös. Aber diese Zeit zum Nachdenken nimmt sich kaum jemand. Wir haben hier in Dresden z.B. einige engagierte Blogger, die an einer besseren lokalen Vernetzung interessiert sind. Aber würden sie sich als »buzzriders« vernetzen?

    Es gibt natürlich einen wesentlichen Unterschied zwischen Eurem Projekt und Flickr: Die Erfinder von »Flickr« haben nicht öffentlich gedacht und geplant. Aber ich bin sicher, dass sie ihre Idee in verständlichen und gleichzeitig begeisternden Worten beschreiben mussten.

    Ich will Euch kein Wasser in den Wein schütten, aber auf dieser Basis sehe ich das Projekt mit sehr skeptischen Augen. In dieser Form lockt es Geeks, Consultants, Werbeagenturen und die üblichen PR-Verdächtigen an. Aber es zieht keine Menschen an, die über ihre eigene Umgebung (lokal) so bloggen wollen, wie die besten Fotografen auf Flickr fotografieren.

  11. Robert Basic says:

    Einwürfe habe ich super verstanden denke ich. Umgekehrt gebe ich zu bedenken, dass es nichts Festes zu definieren gab, wenn man das denen überlässt, sich gemeinsam darum Gedanken zu machen. Wir sind erst jetzt allmählich dazu in der Lage, Ideen konkret zu präsentieren. Sonst hätte ich von vornherein eine sehr konkrete Richtung vorgegeben. Die Vorstellungen – wie Du zB mit lokalem Bloggen – aller zusammenzubringen, rauszuholen, zu besprechen, bedingt, dass man es nicht so wunschgemäß herüberbringen kann in der Phase der Ideenfindung. Jetzt erst im Moment der Konkretisierung läuft das an, was Du erwartest.

  12. stefanolix says:

    Ich habe mir inzwischen einige Beiträge angesehen (z.B. die Fragen von P. Löwenstein und die Antworten von Dir). Ihr diskutiert viele wichtige Details.

    Ich meine, dass man die Kernziele eines solchen Projektes formulieren und leicht verständlich vermitteln muss, um die wirklich kreativen Leute zu begeistern. Und ich würde das nicht sagen, wenn wir nicht schon in der selben Situation gewesen wären.

    Also am Beispiel Flickr: »Wir wollen ein Fotoportal aufbauen, das Fotografen und Betrachter begeistert. Eines Tages soll jedes gute Bild online sein!« usw. Dann kann man Fotografen-Camps organisieren, um die Details zu besprechen. Aber eine kurze, knackige Projektbeschreibung fehlt Euch bis heute. — Nichts für ungut, das sollte keine Schmähkritik sein. Aber es gibt das wieder, was mir aufgefallen ist.

  13. John Dean says:

    Bei Flickr kann ich die Frage schnell beantworten, die lautet: “Was bringt mir das?”.

    Bislang sehe ich bei Buzzriders, abgesehen von einer eher grobkörnigen Konzeption, nichts, was mir diese Frage beantwortet.

    Aber gut, vielleicht ist abwarten und dann mal schauen das beste Verhältnis, was man dazu haben kann. Bislang spüre ich nur viel “Buzz”, auch mag es sein, dass der Berg kreist, aber ich sehe weder Riders, noch die Richtung, in die das geritten wird. Und ich sehe nicht:

    Was bringt mir das?

    Was bringen mir die ca. 3 1/2 Blogger, die in meinem Umfeld bei Buzzrider bloggen? Vermutlich habe ich noch nicht ganz verstanden, worin genau die Erotik von Buzzriders besteht. Ich denke nur halt, dass so ein Ansatz erst dann wirklich interessant werden kann, wenn er eine ausreichende Größe und Verbreitung hat.

    Das ist durchaus anders als mit Flickr: Flickr war von der ersten Sekunde an interessant – und zwar für alle potentiellen Benutzer.l

    Im Übrigen hatte auch Schmidt Visionen. Es ist aber wohl etwas sehr anderes, wenn man Verantwortung für viele Millioenen Menschen hat oder nur für den eigenen Lebensweg. Je mehr Verantwortung man hat, umso gefährlicher werden Visionen. Umgekehrt: Wer als Mensch frei von Visionen lebt, der lebt m. E. ein eher belangloses Leben. Eine Gesellschaft ganz ohne Fantasien, ohne in die Zukunft gerichteten Ideen und Ziele wäre eine eher traurige Veranstaltung.

    Insofern: Ich wünsche weiterhin zahlreiche und schöne Visionen! Und falls es nicht mit Buzzriders klappt, dann halt mit etwas anderem.

    Dein Dean.

  14. stefanolix says:

    Der Berg kreist nicht. Er kreißt. Das »kreißen« kommt von »jammern« oder »stöhnen« und ist verwandt mit dem »kreischen« …

  15. Ecki says:

    Kennt Ihr eigentlich schon diese Regio-Site:
    http://www.myheimat.de/

    Dort tummeln sich schon sehr viele “Regionalreporter” – zumindest für den Großraum Hannover ist die Seite gar nicht schlecht aufgestellt.

  16. Dirk M. says:

    http://www.locally.de – Die lokale Onlinezeitung zum Mitmachen … es gibt da ja schon unglaublich viele Versuche…

  17. Hans says:

    Ich frag mich nur, was das Ziel dieser Seite sein soll? Steht das irgendwo, ohne dass man ellenlange Texte lesen muss. Denn bekanntlich “scannen” Leser Texte im Internet nur.

  18. Patricia says:

    Für harte Fakten und eine grobe Kategorisierung wäre ich auch dankbar. Soll Buzzriders ein Portal, ein Forum oder ein großes Blog werden? Über die Philosophie, die dahinter steht, haben wir schon viel erfahren und verstanden.

  19. Einer der says:

    Kommen, mitmachen, verstehen

    Düsseldorf 16/17/18.10.09

    Wir freuen uns auf euch ;)

  20. Moritz says:

    Vielleicht bin ich ja unromantisch. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, bei Buzzriders wird ganz viel diskutiert und ganz viel konzipiert und … nichts passiert. Sollte nicht nach den ganzen Monaten der Planungsphase mal langsam auch etwas umgesetzt werden? Zuviele viel versprechende Projekte sind schon an ihrem Idealismus und ihrer Detailverliebtheit gestorben…

  21. [...] aufhören. Es reicht bei Weitem nicht. Ich schrieb dazu bereits schon einmal etwas: “Ich bin ein Spinner“. Wer das vorhat, was ich vorhabe, kann sich nur leisten, ein Spinner zu sein. Sonst [...]

  22. Stefan says:

    @Moritz
    Ich kann dir nur beipflichten.

    Eine handvoll Selbstdarsteller reicht für so ein Projekt wohl nicht aus…

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